Herzlich Willkommen auf den Blogseiten der Teekampagne

Wir freuen uns über Ihre Kommentare und Anregungen. Viel Spaß beim Lesen!

Ökotest September-Ausgabe 2015

28. August 2015 von Kathrin Gassert
Liebe Freunde der Teekampagne,

mit „kein DDTee“ haben wir 1985 angefangen. Im Thema Chemierückstände waren wir Pioniere: Dicofol, Quinalfos, Tetradifon, Ethion… – immer wenn eine neue Chemiefamilie Eingang in die Teewelt fand, haben wir uns dagegen gestellt, haben rechtzeitig gewarnt, haben aufgeklärt und dafür Sorge getragen, dass unser Darjeeling-Tee möglichst davon verschont blieb.

Jetzt hat es uns erwischt.
Antrachinon in unserem 2014er Tee. Jedenfalls in der Probe, die die Zeitschrift Ökotest gemessen hat (0,026mg/kg gegenüber dem Höchstwert 0,020mg/kg).

Wie kommt Antrachinon in den Tee?
Wir testen alle unsere Tees auf 508 Chemierückstände. Antrachinon ist kein chemisches Düngemittel und kein Pestizid. Im Frühjahr 2014, als wir den Tee einkauften, war dieser Stoff auch noch nicht auf dem Radar der Labore, die uns beraten. Wahrscheinlich wird Anthrachinon in den Teeblättern selbst gebildet und durch die Trocknungsprozesse in der Teeproduktion intensiviert.

Was haben wir getan?
Wir haben auf die ersten Anzeichen auf Anthrachinon im Herbst 2014 sofort reagiert und unser Prüfspektrum erweitert. Alle Tees, die wir 2015 eingekauft haben, weisen einen Anthrachinonwert von unter 0,020mg/kg auf. Die genauen Analysewerte veröffentlichen wir, wie Sie es von der Teekampagne gewohnt sind, auf der Rückseite jeder Packung.

Ich stelle anheim, ob es von Ökotest fair ist, uns in dieser Situation gleich ganz abzuwerten zumal keinerlei weitere Mängel gefunden wurden.
Darüber hinaus fand die Bestnote, die wir für den Schwerpunkt Tee-Anbau und Transparenz und erhalten haben, in der Gesamtbewertung keine Berücksichtigung.
Hatten wir die Möglichkeit, uns anders zu verhalten? Haben wir nicht unser Bestes versucht? Wir recherchierten nach dem Auftauchen von Antrachinon wochenlang, haben uns sofort mit den Teepflanzern beraten und nach Alternativen im Produktionsprozess gesucht.

Wie geht es weiter?
Wir werden alles in unseren Kräften tun, dieses auch für Darjeeling überlebenswichtige Problem zu lösen.
Und die Bitte an Sie: Halten Sie uns die Treue.
Geben Sie uns die Chance, aus diesem Fall zu lernen und auch in Zukunft eine kritische Stimme im Teehandel zu bleiben.

Günter Faltin
Initiator der Teekampagne

Anthrachinon - ein Stoff, der Rätsel aufgibt

7. August 2015 von Kathrin Gassert
Lesen Sie hier das vollständige Interview mit Prof. Karl Speer von der Technischen Universität Dresden, welches Sie in verkürzter Form in unserem Journal 2015 finden:

Mit der Novemberausgabe 2014 ihres Magazins hat die Stiftung Warentest viele Teetrinker, uns eingeschlossen, verunsichert, weil sie in Analysen Rückstände von Anthrachinon im Tee gefunden hat. Überraschend waren diese Ergebnisse insbesondere deshalb, weil seit Juni 2013 das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) Anthrachinon als Rohstoff zur Herstellung für Papier mit Lebensmittelkontakt aus der BfR - Empfehlung gestrichen hatte und wir durch Analysen wussten, dass in der Herstellung unserer Verpackung kein Anthrachinon zum Einsatz kommt.
Grund uns an Prof. Dr. Karl Speer von der Technischen Universität Dresden zu wenden, einen ausgewiesenen Experten für Lebensmittelchemie und Lebensmittelproduktion.

Herr Prof. Speer, vielen Dank für Ihre Bereitschaft, uns zum Thema Anthrachinon einige Fragen zu beantworten! Für Laien, was für ein Stoff ist Anthrachinon eigentlich?
Es handelt sich um ein relativ kleines Molekül, dessen Grundstruktur das Anthracen ist, das aus drei aneinandergrenzenden Benzolringen aufgebaut ist. Durch Oxidation des Anthracens – also Einbringen von Sauerstoff an die beiden freien C-Atome des mittleren Benzolringes – wird Anthrachinon gebildet.


Warum besteht zwischen Anthrachinon und PAKs eine Relation?
Sowohl das Anthracen als auch das Anthrachinon zählen zur Stoffklasse der Polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffe (PAK). Die Stoffklasse umfasst mehr als 200 verschiedene Verbindungen. Sie entstehen bei der unvollständigen Verbrennung von organischem Material und werden in Autoabgasen, aber auch in geräucherten Lebensmitteln nachgewiesen. Dabei werden allerdings nicht alle Verbindungen in gleichen Mengen gebildet. Die niedermolekularen Verbindungen, zu denen das Anthracen zählt, entstehen leichter als die höhermolekularen Verbindungen, deren Bildung von mehreren Faktoren wie z.B. der Verbrennungstemperatur abhängig ist. So wird verständlich, dass das Vorkommen einzelner Verbindungen sich durchaus um den Faktor 100 oder mehr unterscheiden kann. Zwischen dem Anthracen als Ausgangskomponente und dem Anthrachinon als Oxidationsfolgeprodukt dürfte indes eine Korrelation bestehen. Einfach ausgedrückt, geringe Gehalte an Anthracen haben auch geringe Gehalte an Anthrachinon zur Folge.


Wie ist Anthrachinon in den Tee gekommen?
Sofern ein Eintrag durch Verpackungsmaterialien ausgeschlossen werden kann, wird davon ausgegangen, dass Trocknungsprozesse hierfür verantwortlich sind. Die frischen Teeblätter werden vor weiterführenden Verarbeitungsprozessen zunächst angetrocknet. Hierfür werden Trocknungsgase über die frisch geernteten Blätter geleitet. Zu ihrer Erzeugung wird Kohle, Erdöl oder Erdgas verbrannt, so dass die Trocknungsgase Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) und damit Anthracen sowie Anthrachinon enthalten können, die dann im Tee nachweisbar sind. Nach weiteren Verarbeitungsschritten (Schwarztee: Welken, Rollen, Fermentieren); (Grüntee: Dämpfen, Rollen) wird sowohl der Grüntee als auch der Schwarztee anschließend noch einmal mit Trocknungsgasen behandelt, um den Tee lagerfähig zu machen. Dazu wird der Wassergehalt auf unter 4 % gesenkt.


Gibt es Anthrachinon auch in anderen Lebensmitteln (im Vergleich zum Tee)?
Anthrachinon wurde über viele Jahre zur Gewinnung von Zellulosefasern eingesetzt. Sind diese dann Bestandteil von Verpackungsmaterialien kann das Anthrachinon durch Migration in Lebensmittel gelangen, sofern diese mit dem Verpackungsmaterial in Kontakt treten. Nachdem dieser Kontaminationsweg erkannt worden war, hat das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR Berlin) nicht zuletzt auch aufgrund von Stellungnahmen der europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) das Anthrachinon aus den Empfehlungen für Lebensmittelverpackungen gestrichen. (Stellungnahme Nr. 005/2013 des BfR vom 12. Februar 2013)
Sollte Anthrachinon hingegen infolge eines Verbrennungsprozesses gebildet werden, dann kann vermutet werden, dass das Anthrachinon in einer Reihe weiterer Lebensmittel nachzuweisen ist. Betroffen sein dürften neben Getreide und speziellen dunklen Bieren vor allem geräucherte Produkte wie Schinken oder Würste. Für Bier wäre der Darrprozess als Ursache für eine mögliche Kontamination zu nennen, beim Getreide die direkte Trocknung der Getreidekörner vor der Lagerung. Bei geräucherten Produkten könnten sich unterschiedliche Räuchertechnologien auf die Bildung von Anthrachinon auswirken. Angemerkt werden muss allerdings, dass zurzeit trotz umfangreicher Recherchen keine Daten zum Anthrachinon in diesen Produkten vorliegen.


Wie viel Anthrachinon ist im Teeaufguss?
Geht man davon aus, dass der für die Zubereitung des Aufgusses verwendete Tee nicht den gesetzlichen Höchstwert von 0,02 mg/ kg überschreitet, werden mit einer Kanne Tee, unter der Empfehlung 8-10 g für einen Teeaufguss von einem Liter einzusetzen, nur 0,0002 mg aufgenommen. Dieser Wert ist vergleichbar mit anderen Werten, die vom Bundesinstitut für Risikobewertung als auch von der EFSA für eine Reihe weiterer, als kanzerogen eingestufter Verbindungen erlassen worden sind und damit als tolerierbar gelten.


Wie kann ich mich als Teetrinker vor unerwünschten Kontaminanten im Tee schützen?
Eine Aufnahme von geringen Mengen an Anthrachinon ist nicht zu vermeiden. Im Gegensatz zu anderen Polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen, die nach eigenen Untersuchungen nur zu 3 % bis 5 % in den Teeaufguss gelangen. Deshalb sollte der Verbraucher nur Tees kaufen und konsumieren, die anhand von Analysenzertifikaten belegen, dass der Anthrachinon-Gehalt im Produkt unterhalb der zulässigen Höchstmenge von 0,02 mg/kg liegt.
Nicht unerwähnt bleiben soll an dieser Stelle, dass im Rahmen von gemeinsamen Forschungsarbeiten alles daran gesetzt wird, durch Optimierung der Prozesse eine Minimierung der Anthrachinon-Belastung des Tees zu erreichen.

 

Gründer der Teekampagne, Günter Faltin, bei SWR1

27. Juli 2015 von Kathrin Gassert
In der Sendung Leute war Günter Faltin am 27. Juli 2015 zu Gast beim SWR1 und stellte sich den Fragen von Moderator Stefan Siller zum Thema Entpreneurship im Allgemeinen und zur Teekampagne im Besonderen.
Sie haben die Live-Sendung verpasst? Kein Problem, per Podcast gibt es sie zu hier zu hören:
http://www.swr.de/swr1/bw/programm/leute/faltin-prof/-/id=1895042/did=15820540/nid=1895042/814f45/index.html



Oder als Aufzeichnung hier zu sehen:
http://swrmediathek.de/player.htm?show=270d9aa0-3510-11e5-b9bc-0026b975f2e6
 

Termin vormerken und einschalten...

23. Juli 2015 von Kathrin Gassert
Am 27. Juli 2015 ist Günter Faltin, der Gründer der Teekampagne, zu Gast bei SWR1.
In der Sendung Leute stellt er sich von 10 bis 12 Uhr den Fragen des Moderators bzw. der Moderatorin.
Mehr zu gegebener Zeit an dieser Stelle: http://www.swr.de/swr1/bw/programm/leute/die-aktuellen-swr1-leute-gaeste-im-ueberblick/-/id=1895042/did=8944748/nid=1895042/ajv5xb/index.html

Tag der offenen Tür am 12. Juli 2015

9. Juli 2015 von Kathrin Gassert
Wir können es selbst kaum glauben, aber die Projektwerkstatt wird tatsächlich schon 30 Jahre alt!
Dies wollen wir zum Anlass nehmen, mit einem Tag der offenen Tür interessierten Kunden die Gelegenheit zu geben, unser Unternehmen persönlich kennenzulernen.

Wann? Sonntag, den 12. Juli 2015, von 11 - 18 Uhr
Wo? Pasteurstraße 6-7, 14482 Potsdam-Babelsberg

Weitere Informationen und die Anmeldemöglichkeit finden Sie hier: https://www.teekampagne.de/12juli2015

Erdrutsche in Darjeeling

1. Juli 2015 von Kathrin Gassert
Heftige Regenfälle haben zu Erdrutschen in Darjeeling geführt, bei denen leider auch zwanzig Menschen ihr Leben ließen. Nach Rückmeldungungen unserer Produzenten gab es auch in den Teegärten teilweise unpassierbare Straßen, Schäden an Häusern und in einem Teegarten leider auch zwei Tote zu beklagen.
http://timesofindia.indiatimes.com/india/Darjeeling-landslides-kill-20/articleshow/47891729.cms
timesofindia.indiatimes.com/india/Darjeeling-landslides-kill-20/articleshow/47891729.cms
Nach aktuellen Meldungen waren die Ausmaße der Verwüstung noch größer!
http://www.worldteanews.com/news/international-news/darjeeling-mudslides-destroy-roads-and-bridges-kill-38?et_mid=765985&rid=244384378

Die Teekampagne erhält Nachhaltigkeitspreis 2015 von Neumarkter Lammsbräu!

19. Juni 2015 von Kathrin Gassert
Wir freuen uns sehr, dass das Engagement der Teekampagne mit diesem tollen Preis ausgezeichnet wurde!
Seit 2002 wird der Neumarkter Lammsbräu Preis für Nachhaltigkeit  - einer der bedeutensten Nachhaltigkeitspreise in Deutschland - verliehen. Hervorgegangen ist der Preis aus dem Deutschen Umweltpreis. 2001 wurde der Lammsbräu-Inhaber Dr. Franz Ehrnsperger damit ausgezeichnet. Seit 2002 stiftet er das Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro für den Lammsbräu Nachhaltigkeitspreis. Wir bedanken uns herzlich bei Herrn Dr. Ehrnsperger und verwenden unser Preisgeld in Höhe von 2.000 Euro für zusätzliche Aktionen im Rahmen unseres Nachhaltigkeitsprojekts 'Save the Environment and Regenerate Vital Employment (SERVE)' in Darjeeling! Herzlicher Dank gebührt auch unserem Laudator Johannes Gutmann von Sonnentor für seine beschwingten Worte!

...mehr dazu:
http://www.naturland.de/de/partner/249-presse-partner/1166-nachhaltigkei...
http://www.nordbayern.de/region/neumarkt/neumarkter-lammsbrau-verlieh-na...
http://www.finanz-anzeiger.de/neumarkter-lammsbraeu-nachhaltigkeitspreis...
www.lammsbraeu.de

Da fühlen wir uns an die Anfangszeiten der Teekampagne erinnert...

5. Juni 2015 von Kathrin Gassert
... im Jahr 1987 machte die Teekampagne auf künstliche Aromen im Tee aufmerksam und wurde dafür prompt abgewatscht, heute scheint der Verbraucher zum Glück doch davon ausgehen zu dürfen, dass in Himbeertee zumindest Himbeeraroma sein muss... (ob künstlich oder 'naturidentisch' oder gar natürlich steht in diesem Artikel leider nicht...)
http://www.handelsblatt.com/unternehmen/handel-konsumgueter/schlappe-fuer-lebensmittelhersteller-himbeer-tee-muss-himbeer-aroma-enthalten/11867188.html

Ein Lätzchen für's Spätzchen!

19. Mai 2015 von Kathrin Gassert
Eine patente und tolle Idee, so ganz nach dem Geschmack der Teekampagne, die ja schließlich ausdrücklich ermuntern will, selbst unternehmerisch aktiv zu werden! 'Nenes Latz' heißt das junge Unternehmen, das aus einem alten Handtuch einen tollen Latz zaubert! Fairness, transparente Preiskalkulation und ein Versandsystem mit Köpfchen gibt's inklusive!

Und ihr habt die Chance, so einen tollen Latz zu gewinnen!
Was müsst ihr dafür tun?
Einfach  bis zum 31.05.2015 ein Foto eures Handtuchs einsenden, das ihr in einen individuellen Latz verarbeiten lassen wollt!
Bitte senden an facebook@teekampagne.de unter allen Einsendungen losen wir den glücklichen Gewinner aus, der pünktlich zum Kindertag seine Gewinnnachricht erhalten wird!
Hier noch einmal die Teilnahmebedingungen.
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