Darjeeling - Queen of the Himalayas

Der Name Darjeeling leitet sich ab aus „dorjeling“ – und bezeichnet den Ort „ling“, den der König des Himmels, Lord Indra, mit seinem Blitzstrahl „dorje“ segnete.
Mark Twain sagte über Darjeeling: „The one land that all men desire to see, and having seen once by even a glimpse would not give that glimpse for the shows of the rest of the world combined.“


 

Im Nord-Osten Indiens, eingebettet zwischen Bhutan und Nepal, am Fuße des Himalaja liegt die Region Darjeeling (auch Darjiling) mit der gleichnamigen Distrikthauptstadt.
Darjeeling gehört zum indischen Bundesstaat Westbengalen.

Hier leben ca. 1.6 Millionen Menschen auf einer Fläche von etwas mehr als 3.000 km2 - von der Fläche her vergleichbar mit dem italienischen Aosta-Tal, in dem aber nur ca. 123.000 Menschen leben. Viele der Einwohner Darjeelings sind erst in den letzten 100 Jahren zugewandert. So wird gerade in den Städten neben den Amtssprachen Bengalisch und Englisch auch Nepali und Tibetisch gesprochen. Diese Vielfalt spiegelt sich auch in politischen Friktionen, die Darjeeling seit den 1980er Jahren bis in die Gegenwart hinein prägen.

Der Distrikt Drajeeling ist verwaltungstechnisch untergliedert in die Bereiche Darjeeling Sadar, Kalimpong, Kurseong und Siliguri. Geografisch teilt sich die Region Darjeeling in zwei Gebiete: die Berge und die Ebene. In den Bergen liegen die Verwaltungsbezirke Darjeeling Sadar, Kalimpong und Kurseong. In der Ebene, auch Terai genannt, liegt Siliguri.

Die Lagen zwischen 1.000 und 2.000 Metern werden in erster Linie landwirtschaftlich genutzt. Über 2.000 Metern liegen Wälder, die jedoch wie der Baumbestand überall in Darjeeling, von Abholzung zur Brennholzgewinnung bedroht sind.

Auf Grund seines besonderen Klimas (s. unten) wurde Darjeeling ab Mitte des 19. Jahrhundert von den Engländern vom Fürstentum Sikkim teilweise erobert, teilweise gepachtet und als Sommerfrische fernab der Hitze und des Monsuns in Kolkata erschlossen.

Berühmt ist diese Region für den edelsten Tee der Welt, Darjeeling, den „Champagner des Tees“. Das einzigartige Klima, geprägt durch die Höhenlage und steilen Hänge, sorgt dafür, dass die Teeblätter hier ein ganz besonderes Aroma entwickeln. Kommerziell wird Tee seit 1856 angebaut.

Bekannt ist Darjeeling aber auch für seine spektakuläre Sicht auf den Himalaja, was der Region den Beinamen Queen of the Himalayas gab. Bei klarem Wetter überblickt man vom Observatory Hill die ganze Himalajakette. Vom Tiger Hill kann man sogar der majestätische Kanchenjunga (8.598 m) sehen. Lange Zeit hielt man ihn für den höchsten Berg der Welt. Erst bei der Vermessung Indiens durch die Briten im Jahre 1849 stellte sich heraus, dass der Mount Everest und der K2 höher sind.

Neben der Erzeugung von Tee spielt der Tourismus eine immer größer werdende wirtschaftliche Rolle. In erster Linie zieht es Inder aus der Gangesniederung nach Darjeeling. Es kommen jedoch auch immer mehr Urlauber aus anderen Regionen Indiens und vermehrt auch Ausländer. Befördert wird der Tourismus auch durch Film-Produktionen aus Bollywood.

Der Reiz Darjeelings begeisterte schon den österreichischen Diplomaten und Reiseschriftsteller Ernst von Hesse-Wartegg, der 1908 schrieb: Himalaja! »Heimat des Schnees«, wie die Indier ihn nennen. Mehr

Klima/Wetter

Darjeeling weist Gebirgsklima auf, d.h. mit zunehmender Höhe sinken Temperatur und absolute Luftfeuchte, Temperaturtagesschwankungen und die Niederschlagsmenge nehmen zu.
Eine Klimakarte finden Sie hier.

Das aktuelle Wetter in Darjeeling