Was Forscher
über die richtige Art der Teezubereitung herausgefunden haben
Verwenden Sie nur frisches Leitungswasser. Schon einmal aufgekochtes
Wasser büßt einen Teil seines aufgelösten
Sauerstoffs ein, der für die Geschmacksentfaltung des Tees
wichtig ist.
"Hartes" Wasser sollte vermieden werden, um unerwünschten
"Tee-Schaum" zu vermeiden. In Wohngebieten mit hartem Wasser sollten
Sie daher gegebenenfalls einen Wasserfilter nutzen.
Die Teeblätter mit - erstmalig! - sprudelnd kochendem Wasser
übergießen und frei in der Teekanne ziehen lassen.
Verwenden Sie keine Kanne aus Metall, da sie den Geschmack des Tees
beeinträchtigen kann.
Für ein optimales Ergebnis müssen Sie die Kanne
vorwärmen. Entweder die Kanne für die Dauer von einer
halben Minute zu mindestens einem Viertel mit heißem Wasser
füllen, oder, die bessere Alternative, die Kanne mit einer
Viertel Tasse Wasser füllen und für eine Minute bei
voller Wattzahl in die Mikrowelle stellen.
Maximal 2 Gramm Teeblätter pro Tasse reichen aus (1
gestrichener Teelöffel).
Den Tee 3 bis 4 Minuten ziehen lassen. Die belebenden Stoffe werden
bereits innerhalb der ersten Minute abgegeben. Mehr Zeit braucht es,
die Wirkstoffe (z.B. Polyphenole), Gerbstoffe (Tannine) und
ätherischen Öle herauszulösen, die dem Tee
Farbe und Geschmack geben. Lassen Sie den Tee nicht länger
ziehen, weil die Tannine, die dann herausgelöst werden,
für einen bitteren Nachgeschmack sorgen.
Zum Trinken des Tees sollten Sie Ihre Lieblingstasse benutzen (sagen
sogar die Wissenschaftler!), auf gar keinen Fall Styroporbecher, da
diese den Tee zu heiß halten, um ihn gleich zu trinken. Die
ideale Trinktemperatur liegt bei 60 bis 65°C. Diese Temperatur
ist in der Regel erreicht, wenn Sie den Tee eine Minute in der Tasse
abkühlen lassen.
Wenn Sie Ihren Tee mit Milch trinken, fügen Sie frische,
gekühlte Milch vor dem Tee in die Tasse. Die Milch sollte
nicht nach dem Tee eingefüllt werden, da sich
Milcheiweiß bei Temperaturen von über 75°C
nachteilig verändert. Aus diesem Grunde ist auch von
ultrahocherhitzter Milch abzusehen.
Mathematisch drücken die Forscher die richtige Art der
Teezubereitung so aus:
Quelle: Andrew G.F. Stapley, "Modelling the kinetics of
tea and coffee
infusion,"
Journal of
the Science of Food and Agriculture (2002): 1661-1671.
Die Zubereitung von
Grünem Tee ist etwas anders:
Den Tee nur mit 70 bis 80°C heißem Wasser
übergießen. Während der Grüne
Darjeeling zieht, darf das Gefäß nicht mit einem
Deckel verschlossen werden, da der Tee sonst verbrennt.
Lassen Sie den Grünen Darjeeling nur zwei Minuten
ziehen.
Traditionell werden beim grünen Tee die
Teeblätter auch noch für einen zweiten oder dritten
Aufguss verwendet.
Die Teepflanze

"Dieses
ist ein Pusch-Gewächse drey biß vier Schuch hoch ... Seine Blätter sind
wie Kirsch Blätter rundumb gekerbet, ihre Blüthen welche im Julio
heraus kommen, sind gleichfalls wie unser Kirsch- oder weiße
Apffel-Blüthen…" -- so beschrieb im Jahre 1692 Georg Meister in seiner
Abhandlung "Der Orientalisch-Indianische Kunst- und Lustgärtner" den
Teebusch.
Tatsächlich ist der immergrüne Teestrauch verwandt
mit der in Europa als Zierpflanze beliebten Kamelie, daher auch die
lateinische Bezeichnung "camellia sinensis." Neben der "chinesischen
Kamelie" gibt es eine weitere, jüngere Pflanzenart, die "Assam-Kamelie,"
"camellia assamica."
Die "camellia sinensis" (thea
sinensis) wird seit Jahrtausenden kultiviert. Angeblich stammt sie aus
Ober-Birma, von wo aus sie sich rasch verbreitete. Die strauchartige
Pflanze erreicht eine maximale Höhe von drei bis vier Metern. Ihre
lanzettartig gezahnten Blatter sind dunkelgrün, glatt und glänzend; sie
erreichen eine Länge von ungefähr zwölf und eine Breite von ca. drei
Zentimetern.
Die "camellia assamica" (thea assamica) wurde nach
ihrer Entdeckung im Urwald der Provinz Assam benannt. Sie wird erst
seit Anfang des 19. Jahrhunderts gezüchtet. Nicht zurückgeschnitten,
kann die Pflanze eine Höhe von bis zu 30 Metern erreichen. Ihre Blätter
sind ovaler als die der "camellia sinensis" und -- mit bis zu zwanzig
Zentimetern Länge und zehn Zentimetern Breite -- auch größer.
Durch
die Kreuzung der beiden Ur-Pflanzen "camellia sinensis" und "camellia
assamica" entstand die sogenannte Assam-Hybride. Sie gilt als besonders
widerstandsfähig und ertragreich.
Der Anbau von Tee in
Darjeeling begann im 19. Jahrhundert mit der "camellia sinensis." Die
klimatischen Bedingungen der Region haben sich als besonders vorteilhaft
erwiesen, denn die Güte des Tees ist von der Lage und Beschaffenheit
des Anbaugebietes abhängig. Dabei gilt: je höher das Anbaugebiet gelegen
ist, desto delikater ist das Aroma des Tees. Tee liebt feucht-heiße
Sommer und trockene, milde Winter. Der Teestrauch gedeiht am besten in
einem lockeren, humusreichen Boden mit saurem ph-Wert; seine Pfahlwurzel
schlägt bis zu sechs Meter tief.
In Teegärten werden die
Teesträucher auf eine Höhe von einem bis zwei Metern zurückgeschnitten;
dazwischen pflanzt man "shade trees" –- Bäume, die Schatten spenden, vor
Wind und Trockenheit schützen und Vögeln Nistplätze bieten. "Jede gut
gepflegte Plantage," resümiert Arend Vollers in seinem Buch "Tee," "ist
schon von weitem oder aus der Luft dadurch zu erkennen, dass das Grün
der Büsche einen dichten Teppich bildet und kaum Unkraut zu sehen ist."
Herstellung von Schwarzem Tee
Die
Pflückregel für qualitativ hochwertige Darjeeling Tees lautet: Two
leaves and a bud, d.h. nur die Knospe jedes Blatttriebes mit den zwei
oberen Blättern wird geerntet.
Nach dem Pflücken durchläuft der
Tee einen Verarbeitungsprozess, der sich in fünf Phasen einteilen lässt:
Welken, Rollen, Fermentieren, Trocknen und Sortieren. Dieses Verfahren
wird als die orthodoxe Methode der Teeherstellung bezeichnet.
Welken:

Die
gepflückten Blätter werden für 10 bis 20 Stunden auf langen
Welkgestellen ausgebreitet, die mit Ventilatoren belüftet werden.
Frische Teeblätter enthalten 73-80 % Wasser. Nach dem Welkprozess
beträgt der Wasseranteil 60-65%. Wichtig ist, dass der Tee gleichmäßig
gewelkt wird, da die beim Welkprozess ablaufenden chemischen Reaktionen
entscheidend die Qualität des späteren Tees beeinflussen.
Rollen:

Nun
werden die Teeblätter gerollt. Dabei werden die Blattzellen
aufgebrochen und Zellsaft tritt aus – er bestimmt maßgeblich die Farbe
und das Aroma des Tees. Das Rollen dauert ca. 20 bis 60 Minuten. Die
Reaktionswärme des Rollprozesses beschleunigt den Fermentationsprozess –
die Reaktion des Zellsaftes mit dem Luftsauerstoff. Um ein qualitativ
hochwertiges Ergebnis zu erzielen, sind Erfahrung und Sauberkeit beim
Rollprozess unabdingbar.
Fermentation:
Bereits während des
Welkens und Rollens setzt der oxidative enzymatische Rekationsprozess
ein, der während des eigentlichen Fermentationsschrittes seinen
Höhepunkt erreicht. Die Fermentation dauert zwei bis fünf Stunden und
sorgt dafür, dass schwarzer Tee sein charakteristisches Aroma erhält und
der teils bittere und teils adstringierende Geschmack der Teeblätter
sich verliert.
Trocknen:
Das Trocknen (Firing) der Teeblätter
fordert wieder die besondere Expertise des Teeproduzenten, da hier ganz
entscheidend Einfluss auf die Qualität des Tees genommen wird. Die
Teeblätter kommen in Heißlufttrocknern mit bis zu 95°C. Durch die
Hitzezufuhr wird der Fermentationsprozess abgebrochen und der
Feuchtigkeitsgehalt der Teeblätter auf drei bis vier Prozent reduziert.
Der Zellsaft trocknet an den Blättern und verleiht dem Tee seine dunkle
Farbe. Die Trocknung dauert 20 bis 25 Minuten.

Sortieren:
Unmittelbar
an die Teeherstellung schließt sich die Sortierung mit mechanischen
Siebvorrichtungen an. Je Flächengröße des Teeblatts bzw. seiner
Fragmente unterscheidet man verschiedene Gradierungen.
Bei der Teekampagne erhalten Sie ausschließlich Tee der Gradierung Finest Tippy Golden Flowery Orange Pekoe 1 - kurz: FTGFOP1.
Das
sind Blatt-Tees, die aus unzerkleinerten, feinen Blättern bestehen -
besonders fein im Geschmack und von höchster Qualität. Im Gegensatz zu
den Blatt-Tees unterscheidet man noch durch Rollen und Schneiden
zerkleinerte Tees (Broken), Aussiebungen aus noch nicht geschnittenen
Blättern (Fannings) und besonders kleine Aussiebungen (Dust).
Der
Begriff Orange Pekoe bezeichnet die Blattqualität, wobei sich das O
nicht auf die Farbe, sondern das niederländische „oranje“ für königlich
zurückführen lässt. Pekoe (bzw. pak-ho im chinesischen), bedeutet weiß
und steht für den feinen Flaum, der auf der Unterseite der jungen
Triebezu erkennen ist. Steht nun noch ein F (wie flowery) vor dem OP,
dann sagt das aus, dass für diesen Tee die duftig zarten Blattknospen
Verwendung fanden. Genau genommen spiegelt sich in FOP1 die Sorgfalt des
Pflückens wieder: es werden die Knospe mit den obersten beiden zarten
Blättchen gepflückt, die unteren groben Blätter bleiben am Strauch. Die
Zahl Eins wird in Darjeeling für Blätter der höchsten Güteklasse
vergeben.
FTG, also Finest Tippy Golden bedeutet, dass der Tee viele
feine, helle Spitzen (Tips) enthält. Die Spitzen sind heller, da sie
weniger Zellsaft enthalten und sich bei der Fermentierung nicht so
dunkel färben. Mit einem FTGFOP1-Tee bekommen Sie also einen mit
höchster Sorgfalt hergestellten Spitzentee.
Herstellung von Grünem Tee
Grüner
Darjeeling wird von den gleichen Teesträuchern gepflückt wie auch
schwarzer Darjeeling. Die Unterscheidung ergibt sich erst im
Herstellungsprozess. Auch grüner Tee wird nach dem Pflücken gewelkt und
gerollt (
siehe oben Herstellung von Schwarzem Tee). Im Gegensatz
zu schwarzem Tee wird grüner Tee jedoch nicht fermentiert, sondern der
natürlich einsetzende Fermentationsprozess wird durch Wärmezufuhr in
Form von Wasserdampf gestoppt – so behalten die Teeblätter ihre
dunkelgrüne Farbe. Nach Beendigung der Fermentation werden die
Teeblätter in Heißlufttrocknern für 20 bis 30 Minuten bei 80-85°Celsius
getrocknet.
Grüner Tee kann durch zwei unterschiedliche
Verfahren hergestellt werden. So gibt es das Herstellungsverfahren des
gedämpften Tees (Steaming Tea) - wird vor allen in Japan und Darjeeling
praktiziert – und die Methode, den Tee in Pfannen zu rösten (Panfired
Tea) wie in China üblich.
Bei gedämpften Tees werden, wie bereits
beschrieben, die Teeblätter mit heißem Wasserdampf behandelt, um den
Fermentationsprozess zu stoppen. Beim gerösteten Tee werden die frisch
gepflückten Blätter ca. 2 Stunden auf Bambussieben getrocknet und danach
in mit Holz befeuerten Pfannen manuell kurz geröstet. Durch das
kurzzeitige Erhitzen wird eine Fermentation unterbunden.
Die Teeblätter werden dann über Rüttelsiebe in handelsübliche Blatt- und Brokengrade sortiert.
Kleines Lexikon des Tees

Anbaugebiete:
Teeanbaugebiete
sind vor allem Länder mit subtropischem Klima. Teepflanzen
benötigen reichlich Sonne und Niederschläge.
Assam:
Region im Nordosten
Indiens, zu beiden Seiten des Brahmaputra-Stromes gelegen, die als das
größte Teeanbaugebiet der Welt gilt.
Assam Hybride:
Eine aromatische und robuste Teesorte, die durch Kreuzung von
Thea sinensis und
Thea assamica
entstanden ist. Die meisten Teeplantagen züchten ihre
Sträucher auf der Grundlage der Assam Hybride.
Ätherische
Öle: Sie machen den typischen Geruch jeder
Pflanze aus und geben dem Tee sein charakteristisches Aroma.
Aufbewahrung: Tee soll trocken und am besten
dunkel und geruchsneutral gelagert werden - so behält er sein Aroma. Problemlos
können Sie Ihren Darjeeling der Teekampagne in der Verpackung aufbewahren und
diese einfach mit einer Klammer verschließen.
Aufgussbeutel:
Teebeutel sind zwar praktisch, doch wahre Teeliebhaber bevorzugen losen
Tee.
Auktionen:
Die bedeutendsten
Teeauktionen finden in Kalkutta (N-Indien), Cochin (S-Indien), Colombo
(Ceylon) sowie in London, Amsterdam und Antwerpen statt.
Autumnal Tea: Herbsttee;
Tee aus der Herbsternte in Darjeeling und Assam.

Bakey:
"gebacken"; Tee, dessen Aroma an den Duft frisch gebackenen Brotes
erinnert.
Basket-fired:
Japanischer Tee, der in Körben (
baskets)
über dem Feuer geröstet (
fired) wird.
Biotee: Tee, der
nach den Vorgaben des ökologischen Landbaus produziert wurde und mindestens die
Richtlinien der EG-Bio-Verordnung erfüllt oder die Vorgaben eines biologischen
Anbauverbandes, z.B. Naturland.
Black Tea:
Schwarzer, also fermentierter, Tee.
Blatt-Grade: Es
gibt vier verschiedene Blattgrade:
Blatt-Tee,
Broken,
Fannings und
Dust.
Blatt-Tee:
Tee, der aus
unzerkleinerten Blättern besteht. Einfache Faustregel: Je mehr Buchstaben -
desto feiner ist die Qualität. Bei der Teekampagne erhalten Sie nur Finest
Tippy Golden Flowery Orange Pekoe 1 (F.T.G.F.O.P.1). Außerdem gibt es noch Flowery
Orange Pekoe (F.O.P.), Tippy Golden Flowery Orange Pekoe (T.G.F.O.P.)
und Tippy Golden Flowery Orange Pekoe (T.G.F.O.P.).
Blend: "Mischung" aus
verschiedenen Teesorten und /oder unterschiedlichen Teeplantagen.
Body: Tee,
der eine "kräftige Tasse" ergibt, d.h. einen stark riechenden
Tee von dunkler, rötlicher Farbe.
B.O.P.: Abkürzung
für
Broken
Orange Pekoe; Kräftiger Schwarztee aus feiner
Pflückung mit zerkleinertem Blatt.
B.P.:
Abkürzung für
Broken
Pekoe; schwarzer Tee aus weniger feiner Pflückung
als der B.O.P..
Boston
Tea Party:
Aus Protest gegen die Erhebung von Teesteuern warfen als Indianer
verkleidete Kolonisten 1773 eine Schiffsladung Tee in das Bostoner
Hafenbecken.
Bread and Butter Tea:
s. Regentee.
Brisk: Ein
"lebendiger" Tee mit frischem Geschmack.
Broken:
Zerkleinerter Tee, der einen kräftigen Aufguss liefert.
Broken Pekoe: s.
B.P.
Broken Orange Pekoe:
s. B.O.P.

Camellia sinensis: Gattungsname der Teepflanze, eines
immergrünen Strauches, der unter natürlichen Bedingungen 10 bis 15 Meter groß
werden kann. In Kulturen wird der Teestrauch buschartig geschnitten und hat
eine Höhe von ca. 1 Meter.
Ceylon:
Teeanbaugebiet auf der Insel Sri Lanka.
Ceylon-Tee:
Tees aus dem heutigen Sri Lanka, dem zweitgrößten
Teeanbaugebiet der Welt.
Cha-no-yu:
Japanisches Teeritual, bei dem geschlagener Pulvertee (Matcha)
getrunken wird.
Ch'a Shu:
Handbuch zur
Teezubereitung aus der Zeit der Ming-Dynastie in China (14.-17. Jh.).
Das Buch nimmt den individuellen Atem als Zeitmaß
für die
Zubereitung grünen Tees.
Chest: Mit
Folie ausgelegte und mit Metall beschlagene Sperrholzkiste zur
Verschiffung des Tees.
Chinesischer Tee:
In China wird
in 14 Provinzen Tee angebaut, u.a. in Anhui, Szechuan und Yunnan. Die
Bezeichnung "Chinesischer Tee" steht meist für
grünen
Tee.
Clean:
"Sauberer" Tee ohne jeden Beigeschmack.
Clipper:
Wendige Segelschiffe, mit denen Tee von China nach London transportiert
wurde, und die sich im 19. Jahrhundert regelrechte Wettrennen lieferten.
Coffein (Koffein): Alkaloid mit anregender Wirkung. Je
nach Jahreszeit der Ernte und Positionierung des Teeblattes am Strauch variiert
der Coffeingehalt. Auch die Teesorte und das Brühverfahren haben Einfluss auf
die Menge des Coffeins. Im Vergleich zu Kaffee enthält Tee weniger Coffein. Je
nach Studie geht man von 18 bis 75 mg Coffein/125ml Tee aus.
Crop:
"Ernte"; Ertrag einer Teeanbaufläche.
CTC:
Abkürzung für
Crushing,
Tearing,
Curling (Zerbrechen,
Zerreißen, Rollen); mechanisierte Methode der Teeproduktion,
die
vor allem bei der Herstellung von Tees für Aufgussbeutel
verwendet
wird.
Cup: Professionelle Teetester sprechen
von der „Tasse“, wenn es um die Beurteilung des Geschmacks eines Tees geht
Cutter: Mechanischer
Teeschneider, der die Teeblätter zerkleinert.

Darjeeling: Stadt in Nordindien an
der Grenze zu Nepal; Teeanbaugebiet an den Südhängen
des Himalaja; liefert Spitzentees von exzellentem Geschmack.
Dhool: Je
nachdem, ob die Teeblätter einmal, zweimal oder dreimal
gerollt (s. Rollen) werden, spricht man vom ersten, zweiten oder
dritten Dhool.
Dimbula:
Name einer der ersten Teeplantagen, die auf Ceylon angelegt wurden, und
einer Teesorte.
Dooars:
Anbaugebiet in Nordindien, zwischen Assam und Darjeeling.
Dull: Tee,
der "stumpf" schmeckt.
Dust:
Kleinste Blattgröße; die Teeblätter sind
fein zerrieben und gesiebt.

Earl Grey:
Schwarzer Tee, der mit Bergamotte-Öl aromatisiert wurde.
Early Morning Tea:
Tee, der am Morgen, noch vor dem Aufstehen getrunken wird.
East India Company:
Britische Handelsgesellschaft mit Sitz in London, die von 1600 bis 1833
das Monopol für den Teehandel mit China besaß.
Eis-Tee:
Erfrischungsgetränk.
English Blend:
Mischung aus Assam-, Darjeeling- und Ceylon-Tee.

F.:
Abkürzung für
flowery;
Tee aus den jüngsten Blättern des Strauches.
Fannings:
Zweitfeinster Blattgrad, gröber als
Dust und kleiner
als
Broken.
Fannings wird wegen des kräftigen Aufgusses vorwiegend
für Teebeutel verwendet.
F.B.O.P.:
Abkürzung für
Flowery
Broken Orange Pekoe.
Fermentation: Oxidationsprozess
zur Herstellung von schwarzem Tee; grüner Tee ist
unfermentiert.
Fine Plucking: "Feine
Pflückung", bei der nur
two
leaves and a bud - zwei Blätter und die Knospe -
geerntet werden.
First crop:
"Erste Pflückung" der jungen Teesträucher, die die
beste Qualität liefert.
First Flush: Die erste Pflückung nach der
Winterpause, je nach Witterung ab Ende Februar bis Ende April.
Flat: Ein -
im Gegensatz zum
brisk
tea - eher fad schmeckender Tee.
Flavonoide:
Pflanzenstoffe, die der Pflanze ihre typische Farbe verleihen, und mit
denen sie sich selbst vor Krankheitserregern und schädlichen
Einflüssen schützt. Ihnen wird eine antioxidative,
zellschützende Wirkung zugeschrieben, d.h. sie spielen eine
Rolle bei der Prävention von Herz-, Kreislauferkrankungen und
Stoffwechselstörungen.
Flavour (Flavor): Duft und Aroma des Tees
Flush: der
junge Trieb am Teestrauch mit Blattknospe und den beiden
jüngsten Blättern (
two leaves and a bud).
F.O.P.:
Abkürzung für
Flowery
Orange Pekoe; Tee, der gepflückt wird, wenn die
Triebe im Aufblühen sind; ergibt einen hochwertigen Tee mit
aromatischem, hellem Aufguss.
F.P.:
Abkürzung für
Flowery
Pekoe; Schwarzer Tee aus feiner Pflückung, dessen
Blätter zu Kügelchen gerollt sind.
F.T.G.F.O.P.: Abkürzung für Finest Tippy Golden Flowery Orange Pekoe; eine der erlesensten und
teuersten Teequalitäten mit hohem Anteil an Blattspitzen und Knospen. Beim der
Darjeeling der Teekampagne handelt es sich um FTGFOP1 – die „1“ bezeichnet die
Premiumqualität der Blätter – also vom Besten das Beste.
Full: Tee,
der kräftig im Geschmack ist, aber nicht bitter.

Gartentee:
Ungemischter
Tee,
der aus einem einzigen Garten stamt und unter Angabe seiner Herkunft
gehandelt wird.
G.B.O.P.:
Abkürzung
für
Golden
Broken Orange Pekoe.
Hochwertiger Broken-Tee
mit
goldenen
tips,
Blattspitzen.
Gerbsäure (Tannin):
Bestandteil
des Tees, der in den Spitzen weniger, in den Blättern mehr
enthalten ist. Wirkt beruhigend auf den Verdauungstrakt.
G.F.O.P.:
Abkürzung
für
Golden
Flowery Orange
Pekoe.
Hochwertiger Blatt-Tee mit goldenen
tips,
Blattspitzen.
Golden:
Tee, der helle Spitzen
enthält, die kürzere Zeit fermentiert sind.
Golden
Tips: Junge
Blattspitzen - weißlich gefärbt, mit wenig
Gerbsäure.
Grade:
Teegrade werden
entsprechend der Größe und der Art der
Blätter
unterschieden.
Grüner
Tee:
Unfermentierter
Tee, der einen höheren Gerbstoffgehalt hat als schwarzer Tee.
Durch seinen hohen Flavonoiden und anderen Bioaktivstoffen bietet er
einen Zellschutz, schützt vor
Gefäßveränderungen,
beeinflusst den Stoffwechsel positiv und wirkt
blutdrucksenkend.
Gunpowder:
"Schießpulver";
ein zu Kügelchen gerollter, unfermentierter, d.h.
grüner, Tee.

Handelskompanien:
Der
Teehandel wurde über Jahrhunderte von zwei Handelskompanien
beherrscht, der Britisch-Ostindischen Kompanie (gegründet
1600)
und der Holländisch-Ostindischen Kompanie (gegründet
1602).
Härte:
Die
Härte des Wassers spielt eine große Rolle bei der
Zubereitung des Tees. Je weicher das Wasser, desto besser.
High
grown: Bezeichnung
für Hochlandtees, d.h. Tees, die in Höhen
über 1300 m
wachsen.
High
Tea: Höhepunkt
im englischen Alltag mit Tee und Gebäck.

Indien:
Größter
Teeproduzent. Am bekanntesten sind die Teeanbaugebiete Darjeeling und
Assam.
Infusion: So bezeichnen Teetester die
Teeblätter des Aufgusses, die nach dem Abseihen zurückbleiben. Eine leuchtende
Farbe ist in der Regel ein Garant für einen hochwertigen Tee.
Japan:
Heimatland der
Teezeremonie, in dem bevorzugt grüner Tee produziert und
getrunken
wird. Als hochwertigster Grüner Tee gilt der Gyokuro (Schattentee) aus dem Anbaugebiet Uji.
Jasmintee:
Mit
Jasminblüten versetzter grüner chinesischer Tee.
Diese Form
der Aromatisierung existiert schon seit etwa 1000 Jahren.

Kaiserliche
Pflückung: Verwendung
nur der Knospe und des ersten Blattes für Tee. Im alten China
durfte der Tee für den Kaiserhof nur von Jungfrauen geerntet
werden. Die Knospen wurden mit einer goldenen Schere abgeschnitten und
in goldenen Körben gesammelt.
Kandis:
Grobkristalliner
Zucker, den Teekenner oft dem raffinierten Zucker vorziehen.
Karawanentee:
Tee, der
auf Kamelen aus China durch Innerasien transportiert und über
Rußland gehandelt wurde.
kbA: Abkürzung für kontrolliert
biologischer Anbau. Bio-Lebensmittel, die die Richtlinien der EG-Öko-Verordnung
erfüllen, dürfen das sechseckige deutsche Öko-Siegel führen.
Koffein:
Im Kaffee und
Tee enthaltenes Alkaloid, das eine anregende Wirkung hat.

Leaf
(~style): Wenn die Teetester die trockenen Teeblätter beurteilen sprechen sie
einfach nur vom „leaf“, das heißt dem „Blatt“. Die Teeblätter werden im
Hinblick auf ihr Aussehen, ihre Gleichmäßigkeit, ihre Färbung und ihren Geruch
beurteilt.Light:
Schwarzer Tee, der
"leicht" schmeckt, d.h. weder voll noch kräftig.
Liquor: Professionelle
Teetester bezeichnen damit den Aufguss, der im Hinblick auf seine Farbe
beurteilt wird.Low
grown: Bezeichnung
für Tee, der in niedrigeren Höhenlagen
wächst
als der High grown. Generell gilt: Je höher die Lage, desto
edler
der Tee.
LTP:
Abkürzung
für
"Lawrie Tea Processor", eine nach ihrem Erfinder benannte Maschine, in
der die Teeblätter fein zerschnitten werden.

Malty:
"malzig"; eine positive
Eigenschaft des Tees.
Matcha:
Japanischer
grüner Pulvertee, der mit einem Bambusbesen mit
heißem Wasser verrührt und bei der japanischen
Teezeremonie gereicht
wird.
Medium
grown: Tee, der in Lagen
zwischen 650 m und 1300 m über dem Meeresspiegel
wächst.

Natural
Leaf: Natürlich
belassenes Teeblatt, das weder zerteilt noch gerollt wurde.

O.P.: Abkürzung für Orange Pekoe; bezeichnet
die einfachste Blattqualität, das heißt lange Blätter ohne Spitzen (Tips). Das
„O“ lässt sich auf das niederländische „oranje“ für königlich zurückführen und
hat mit Orangenfrüchten nichts zu tun.

Pekoe: Pekoe ist die anglisierte Form des
chinesischen Begriffs für „weißes Haar“, weil auf der Unterseite junger
Teeblätter die feinen weißen Härchen der jungen Triebe zu erkennen sind.
Pekoe
Souchong: Aus der groben
Pflückung, d.h. dem vierten bis sechsten Blatt, gewonnener Tee.
Pflückung:
Die
Ernte des Tees. Je jünger die gepflückten
Blätter, desto
höher die Qualität.
Polyphenole: Gehören zu den mengenmäßig bedeutendsten
Bestandteilen der Teeblätter. Innerhalb der Polyphenole sind 6500
unterschiedliche Verbindungen bekannt, die wiederum in größere Gruppen
unterteilt werden. Catechine (dazu gehört z.B. das Epigallocatechingallat,
kurz: EGCG) bilden dabei die größte Gruppe und machen in jungen Teeblättern bis
zu 30 Prozent der Blatttrockensubstanz aus.


Regentee:
Während
des Monsuns geernteter Tee.
Rollen:
Rolling;
Vorgang,
bei dem die Teeblätter stift- oder kugelförmig
gerollt werden.
Russischer
Tee: (1) Karawanentee aus
China, der bis zur Öffnung des Suezkanals (1869) über
Russland nach Europa transportiert wurde. (2) In
Russland produzierter Tee, vor allem in Grusinien und
Georgien.

Samowar:
Gerät zur
Bereitung des Tees, das seit dem 18. Jahrhundert vor allem in
Russland, der
Türkei und
dem Iran verwendet wird.
Schwarzer
Tee: Fermentierter
Tee.
Second
Flush: Die
zweite Pflückung im Lauf einer Vegetationsperiode.
Sortierung:
Am Ende der
Produktion wird der Tee nach der Größe der
Teeblätter
in Grade sortiert. Man unterscheidet
leafy
grades und
broken
grades.
Die englisch-indische, die neue indische, die chinesische und die
moderne Skala unterscheiden sich in der Benennung der Grade.
Sri
Lanka: heutiger Name des
früheren Ceylons.
Stalks:
Blattrippen und
Stiele.

Tea
Taster: Teeprüfer,
die
als
tea
blender auch die
Mischungen (
blends)
zusammenstellen.
Teemischungen:
Zusammenstellungen von
verschiedenen Teesorten.
Teeschule:
Japanische Einrichtungen, in
der speziell ausgebildete Teemeister die Kunst der Teezeremonie
vermitteln.
Teezeremonie:
Japanische Kunst der
Teezubereitung.
T.G.F.B.O.P.:
Abkürzung
für
Tippy
Golden Flowery Broken Orange Pekoe. Top-Grad bei
Darjeeling
Broken-Tee.
T.G.F.O.P.:
Abkürzung
für
Tippy
Golden Flowery Orange Pekoe. Top-Grad bei Darjeeling
Blatt-Tee.
Thea
assamica: Assam-Teepflanze,
die inzwischen auch außerhalb von Assam und als Hybridpflanze
(Assam Hybride) angepflanzt wird. Sie hat breitere Blätter als
die chinesische Teepflanze.
Thea
sinensis: Chinesische
Teepflanze; ursprünglich in China beheimatet, aber inzwischen
auch anderswo angebaut.
Teein (Thein): Beim Coffein im Tee hatte man
zunächst irrtümlich angenommen, es handele sich um einen anderen Stoff, da
Coffein im Kaffee und im Tee unterschiedlich frei gesetzt wird. Das Coffein aus
Kaffee wirkt sofort, während das Coffein aus dem Tee an Polyphenole gebunden ist und nur langsam frei gesetzt wird, aber in der Wirkung länger
anhält – „Tee regt an, aber nicht auf“.
Tip:
"Spitze"; das
Hüllblatt der Blattknospe, das mit feinen Härchen
besetzt ist.
Tired:
Ein "müder" Tee,
der lange gelagert hat oder von verbrauchten Sträuchern stammt.
Trocknen:
Firing;
Rösten
des Schwarztees, das
früher in Pfannen über offenem Feuer erfolgte.
Twining:
Thomas Twining, der
Gründer der ältesten britischen Tee-Dynastie, schenke
ab 1706
Tee in seinem Londoner
coffee
house aus.
Two
leaves and the
bud: "zwei Blätter
und die Knospe"; der junge Trieb am Teestrauch mit Knospe und den
beiden jüngsten Blättern.

Urasenke:
Japanische Teeschule.


Wasserhärte:
Je weicher
das Wasser, desto besser der Tee. Ideal ist Quellwasser oder
Trinkwasser mit einem Härtegrad bis 7. Handelsübliche
Wasserfilter enthärten und entchloren das Wasser,
müssen jedoch regelmäßig gereinigt werden.
Weißer
Tee: Dem silbrigen, seidenartigen Flaum, der die Teeknospen umgibt, verdankt
weißer Tee seinen Namen. Nur die ungeöffneten Blattknospen des Teestrauchs
werden für diesen Tee verwendet, der nur kurz anfermentiert wird. Die
Zubereitung sollte wie beim grünen Tee erfolgen.
Welken:
Withering;
erster
Produktionsschritt nach der Pflückung, bei dem das Blatt
Feuchtigkeit verliert und schrumpft.



Zen:
Lehre der buddhistischen
Meditation, gegründet im 7. Jahrhundert A.D. in China.
Ziegeltee:
Tee, der mit Hilfe
von Reiswasser in Ziegelform gepresst wurde. Früher
wegen
seiner guten Transportierbarkeit allgemein üblich, heute nur
noch
in Tibet und der Mongolei zu finden.